Ich bin kein Gamer mehr – aber das macht nichts


Früher habe ich Nächte lang Videospiele gespielt. Meistens auch morgens vor der Uni und abends nach der letzten Vorlesung gleich wieder. Mittlerweile ist das vorbei. Ich bin kein Gamer mehr.

Neun von zehn möglichen Punkten hat Metal Gear Solid 5 – The Phantom Pain vom Videospielmagazin Polygon bekommen. „The Phantom Pain ist ein bittersüßer, aber eindrucksvoller Abschied des Schöpfers der Serie“, ist das finale Urteil. Als Fan der Serie hätte ich mir liebend gern selbst ein Urteil vom wahrscheinlich letzten Teil gebildet. Dazu wird es in absehbarer Zeit aber nicht kommen. Dass ich weder eine Playstation 4 noch eine Xbox One besitze, spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle. Die Zeit ist das Problem.

Bei COMPUTER BILD SPIELE ist von „80 Stunden Spielspaß“ die Rede. Wann soll ich das denn schaffen? Zum Verständnis: Ich bin Berufspendler und fahre von Montag bis Freitag täglich nach Hamburg. Ich gehe morgens um 7 Uhr aus dem Haus und komme abends gegen 20 Uhr wieder, bin also ordentlich lang unterwegs. Klar, meine Kinder schlafen schon, wenn ich nach Hause komme.

Nach einer Dusche und dem Abendessen ist es aber meistens schon etwa 20:45 Uhr und meine Frau möchte schließlich auch noch etwas von mir haben. Also sehen wir uns noch zusammen eine Folge Serie auf Netflix an. Danach ist es dann, je nach Häufigkeit der Störungen durch vermeintlich schlafende Kinder, zwischen 21:30 und 22:00 Uhr. Weil es am nächsten Morgen früh wieder Richtung Arbeit geht, brauche ich dann keinen Gedanken mehr an Videospiele zu verschwenden, sondern Schlaf.

Am Wochenende sieht das zwar etwas anders aus. Da möchte ich meine freie Zeit aber lieber mit meiner Familie verbringen, einkaufen und auf den Spielplatz gehen. Manchmal zocke ich mit meiner großen Tochter einer Runde Mario Kart auf der Wii U, der wahrscheinlich familienfreundlichsten aller aktuellen Konsolen. Nach einer halben Stunden ist dann aber Schluss. Das ist mit dem zeitlichen Umfang von früher gar nicht zu vergleichen.

Nüchtern betrachtet finde ich das alles aber gar nicht schlimm. Ich gehe auf die 30 zu (oh mein Gott, habe ich das wirklich geschrieben?) und der Fokus liegt mittlerweile woanders. Bald soll zum Beispiel ein Haus her. Damit will ich jetzt natürlich nicht sagen, dass Videospiele nur etwas für „junge Hüpfer“ sind. Nur für mich ist das im Moment nichts. Obwohl ich meinen Kollegen manchmal schon neidisch zuhöre, wenn sie über Rocket League (was auch immer das ist) oder Uncharted 4 reden. So richtig vermissen werde ich das erstmal nicht.

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